Musiker/Interpret  Klaus Müller

Wenige Jahre nach dem Krieg erblickte er in Thüringen im kulturhistorischen, verträumten und damals noch kriegsgeschädigten Arnstadt, www.arnstadt.de, das Licht der Welt, nachdem er Zeit seines "inneren" Daseins ein straffes Ohr an Mutters Gitarre hatte, der SIE auch in "dieser" Zeit behutsam im Schoß über die Saiten strich. Vaters späterer Versuch der Anregung zum geordneten Saitensprung schlug derweil fehl. Als jedoch die Teenagerepoche heranreifte und die Musik - vor allem die mit besagten Saiteninstrumenten - stark in Mode kam und besonders die Beatmusik der Beatles-Ära das junge Herz höher schlagen ließ, griff das Bürschchen wie von selbst  zum häuslichen Instrument und schrotete unter Beachtung der drei vom Vater gelernten Akkorde jeglichen Song euphorisch herunter. Doch drei Akkorde reichten nicht und intensives Bemühen um die fehlenden Töne beflügelte das autodidakte Training. Schon im Schulalter reichten die praktischen Erkenntnisse, 1966 in eine erste Jugend-Band als Baßist und Sänger einzusteigen: die Formation "Re Tinys", später dann "Tropiks" aus Ichtershausen/Kreis Arnstadt. Von "Love me do" bis "Lets dance" war viel dererlei Vergleichbares dabei. Der Jugendklub Arnstadt war Stammlokal. Und wie´s da abging! Trauben von Menschen Sonntagnachmittags vor´m Einlass zum Tanztee und brechend voll der Saal!  Man hottete, schwofte und grölte die Titel der großen Vorbilder mit, und auf der Bühne schwebte man auf Wolke Sieben. Rudisleben, Neudietendorf, Niederwillingen - überall die gleiche Szene - es lebe die FDJ...! Doch die mitspielenden Jungs waren schon ein-zwei Jahre älter, gingen zum Studium und die Band trennte sich. Kurzes Aufatmen vom ersten Erfolg. Neuer Anschluss musste her, und er fand sich in der Tanz- und Programmbesetzung des "Chema-Quintett" Arnstadt, einer Begleitband des KGD-Programms "Heitere Muse", als Gitarrist und Sänger. Jetzt war auch `HEINO-Musik` angesagt, Walzer und Pasodoble, Kirmesmusik und alles mögliche quer durch den Garten... Vielfältige Auftritte, die das Lehrlingsbudget erhöhten. Zur Kompensation stand parallel die CLUB-Band des

                                 

 Arnstädter Jugendklubhauses parad - HENDRIX-Sound mit den Musikern Maiwald und Faßhauer - und mit einer musikalischen Neuorientierung beim Gesang:  "Knüppelschwingen" am Drums. Ein Jahr - dann kam der Wehrdienst... Auch dort brauchte man Unterhaltung und stattete eine Armee-Band aus - juchu!!   Revierreinigen ade!

Wieder daheim prägten die 70er das weitere musikalische Geschehen in einer anderen Band: mit "PASSAT" aus Arnstadt sollte es lange Jahre auf dem Erfolgstreppchen nach oben gehen. Gängige Tanzmusik für jüngere bis mittlere Jahrgänge, aber auch Kirmesjungfern... standen auf dem Programm. Acht Jahre lang gute Mugge als Gitarrist und Schreihals (sogar Studioaufnahmen Sender Weimar!), mit allen Nebenerscheinungen bis hin zum Erwachsenwerden. Schon geschafft ???...- Unauskurierte Krankheiten und körperliche Überlastungen stoppten die Erfolge jäh. Asthma zog ein, nichts ging mehr! Viele Jahre Abstinenz. Es kribbelte in den Fingern. Doch eine ganze Band von Krankheitserscheinungen abhängig machen? Das geht nicht! Aber allein könnte man es noch einmal versuchen, sparsam im Gebrauch? Und richtig,- der erste Versuch zeigte, Bedarf ist da, das alte Talent zum Singen und Spielen auch. Mit den neuen Hobbyeinnahmen reichte es für gutes Equipment, inzwischen professionelles, und für den Umzug auf´s Land nach Neuroda, mitten im biosphärisch herrlich gelegenen www.wipfratal.de. Seitdem sind weit mehr als zehn Jahre mit Hochzeiten, Tanzabenden, Firmenfeiern, Seniorenpartys, Stadtfesten, Zeltkirm´sen, Familienfeiern ... verflogen. Selbst das Fernsehen zeigte sich interessiert und übertrug auf diversen Kanälen Live-Mitschnitte, Interviews mit Carmen Nebel etc. Neun Jahre lang bisher Dauergast beim "Grand Prix der Singenden Bademeister", mehrfach auf dem Siegertreppchen und insgesamt 7 Pokale plus 2 Ehrungen. Bad Rodach in Oberfranken macht`s möglich! Und der Gesangsunterricht bei Frau Schiller an der Musikschule Arnstadt auch. Der Einstieg in die Selbstständigkeit war unausweichlich. Und Spaß macht`s noch immer!  "Warum nehmen SIE denn keine CD auf?" - Keine Ahnung..., mal sehn ...

Inzwischen hat sich der gebürtige Kleinstädter im thüringischen Neuroda in Haus und Hof eingelebt, hat hier unzählige Haustiere:   Silberfische, Asseln, Fleder- und andere Mäuse, Marder, Ameisen, Spinnen, Amseln, Spatzen, Meisen, Stare..., Fuchs und Igel, Goldfische, Frosch und Lurch und sogar einen Kater - einen echten!  Dazu nette Nachbarn und ´ne große Briese frische Landluft ...

 Sie sind herzlich willkommen!